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  • Systemische Therapie, Beratung und Autismus

    In der systemischen Therapie und Beratung geht es in erster Linie um eine Verbesserung der Lebensqualität der KlientInnen. Es werden vor allem die bestehenden Beziehungs- und Kommunikationsmuster im System betrachtet und hinterfragt. Ziel kann es sein, die Handlungs- und Wahrnehmungsspielräume der Einzelperson aber auch des gesamten Familiensystems zu erweitern.

    So können neue Sichtweisen und Interaktionsregeln entstehen, die zu mehr Akzeptanz und Entspannung in den Beziehungen führen. Unser systemischer Blick in Bezug auf Autismus geht weg von einer defizitorientierten Sicht hin zu den autismusspezifischen Stärken und dem daraus resultierenden Potenzial.

    Uns geht es nicht darum, aus einem Menschen mit autistischer Wahrnehmung einen neurotypischen Menschen zu machen, sondern darum, diesen Menschen mit ihren Partnern und Familien dabei zu helfen, einen förderlichen Umgang mit sich, anderen und der Welt zu entwickeln.

  • Generelle Themen in der autismusspezifischen Arbeit

    Im Folgenden führen wir häufige allgemeine Themen auf, die uns in der bisherigen Arbeit mit autistischen Menschen und ihren Familien begegnet sind:

    • Verarbeitung der Diagnose und Begleitung in der Trauer- und Akzeptanzphase
    • Verständnis der autistischen Grundproblematik, der Besonderheiten in der Entwicklung und der daraus resultierenden spezifischen Bewältigungsstrategien

    • Unterschiede zwischen „autistischer“ und „neurotypischer“ Kommunikation (verbal und nonverbal)

    • Wahrnehmung und Akzeptanz der eigenen (autismusspezifischen) Grenzen, um sich vor Überforderung zu schützen

    • Umgang mit und Schutz vor Reizüberflutung

    • Stressreduktion und Entspannungsmöglichkeiten

    • Herausfinden der eigenen (autistischen) und familiären Stärken 

    • Umgang mit stereotypem Verhalten, Ängsten, Zwängen und anderen sekundären psychischen Störungen

    • Bewältigung von Krisen wie Krankheit und Tod in Familie und Umfeld, Existenzsorgen

    • Abgrenzung zu gesellschaftlichen Vorstellungen von „Normalität“

    • Umgang mit Ausgrenzung

    • Alltagsstrukturierung, räumliche und zeitliche Strukturierung

    • geeignete Formen des Wohnens

    • Beratung und Vermittlung ergänzender und weiterführender Hilfen